Bauschäden bei denkmalgeschützten Gebäuden

Online-Seminar am 17.05. und 20.05.2021 (jeweils 15:00 - 18:15 Uhr / 8 UE)

 

ANERKENNUNG ALS REGELMÄSSIGE FORTBILDUNG

  • für die Energieeffizienz-Expertenliste: 8 UE für Wohngebäude, 8 UE für Nichtwohngebäude
  • für Energieberater Baudenkmal: 8 UE anerkannte WTA-Fortbildung

 

ZIELSETZUNG

Für die energetische Ertüchtigung eines denkmalgeschützten Gebäudes unter Wahrung der besonderen architektonischen und städtebaulichen Qualitäten des baukulturellen Erbes benötigen Energieberater*innen fundierte und praxisorientierte Kenntnisse über die denkmalfachlichen Belange, die einschlägigen Regelwerke und die bautechnischen Gegebenheiten im bauhistorischen Kontext. Erst dann lassen sich energetische Anforderungen denkmalgerecht realisieren.

Aufbauend auf einer Bestandsaufnahme des Bauwerks ist es erforderlich, Typologien, Prinzipien und prägende Charakteristika denkmalgeschützter und erhaltenswerter Gebäude sowie bauphysikalische Zusammenhänge zu erkennen, vorhandene Bauschäden zu analysieren und beides zu beurteilen und zu dokumentieren. Auf dieser Basis lassen sich denkmalverträgliche technische und energetische Sanierungskonzepte entwickeln.

Das Seminar soll die Grundlagen zu den oben genannten Themenschwerpunkten vermitteln.


THEMEN UND INHALTE

Da ein großer Anteil der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude oder Bauwerken mit besonders erhaltenswerte Bausubstanz als Fachwerkkonstruktion errichtet worden sind, werden im 1. Teil die Grundlagen zur Fachwerkinstandsetzung, insbesondere die erforderlichen Maßnahmen des baulichen Holzschutzes zum Erzielen eines ausreichenden Feuchteschutzes, sowie ein Überblick über die wichtigsten technischen Instandsetzungsmaßnahmen von Fachwerkaußenwänden vermittelt.

 Im 2. Teil des Seminars beschäftigen sich die Teilnehmenden mit der Vorgehensweise zum Erkennen und Bewerten von Bauschäden, mit denen an denkmalgeschützten Bestandsbauten zu rechnen ist. Dazu ist eine methodische Ursachenermittlung unerlässlich. Neben der Einteilung in mechanische, chemische, biologische Schäden usw. ist auch eine Berücksichtigung des Schädigungsgrades zum möglichen Erhalt von denkmalkonstituierender Bausubstanz zu beachten. Die Teilnehmenden erhalten darüber hinaus einen Überblick über die anerkannten Regeln der Technik für Bausanierungsmaßnahmen und lernen darauf aufbauend die wichtigsten Schritte einer Gebäudezustandsanalyse mit grundlegenden Werkzeugen zur Bestandsaufnahme kennen.

 Der 3. Teil des Seminars beschäftigt sich mit den Arten typischet Bauschäden an Baudenkmalen und ihren Ursachen. Neben der Betrachtung von Folgen des verminderten Wärmeschutzes in Form von Tauwasserausfall, Schimmelpilzbildung und anderem mikrobiologischem Befall werden auch Bauschäden infolge Konvektion, bei Fachwerkkonstruktionen und bei Innendämmungen behandelt. Hier liegt der Schwerpunkt insbesondere auf den Möglichkeiten zur Prävention von Schäden bei der energetischen Sanierung. Abschließend werden noch Schäden durch aufsteigende Feuchtigkeit und kapillare Wasseraufnahme in Verbindung mit Salzbelastung betrachtet.

 Für jedes Teilthema werden auch Möglichkeiten der Instandsetzung und der Vermeidung zukünftiger Schäden angesprochen.


REFERENT

Dipl.-Ing. Jürgen Gänßmantel


TERMINE

Online-Seminar  (Termin Technikcheck wird noch bekannt gegeben)

  • Montag,  17. Mai 2021  /  15:00 - 18:15 Uhr  (4 UE)
  • Donnerstag, 20. Mai 2021 / 15:00 - 18:15 Uhr  (4 UE)

KOSTEN

255.- Euro  (inkl. Seminarunterlagen in digitaler Form)

Frühbucherrabatt 10% bei Anmeldung bis 5 Wochen vor dem Kurstermin.
Absolventen der Studienprogramme Energie und Umwelt der Uni Kassel erhalten einen Rabatt in Höhe von 20% auf den Seminarpreis. Rabatte sind nicht kumulierbar.

 

 

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