Themen und Inhalte

Die Fachwerkbauweise war bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts die vorherrschende Bauweise in Deutschland. Aufgrund des unterschiedlichen Verhaltens der verwendeten Baumaterialien (Holz, Lehm, Ziegel und der verschiedenen Putze) sind die Zeitintervalle für die Instandhaltung dieser Gebäude relativ kurz. Außerdem werden die Vorschriften des Gesetzgebers und die Ansprüche der Nutzer in Bezug auf Energieeinsparung und Behaglichkeit, auch in Fachwerkhäusern, immer schärfer. Dies bedeutet, dass das Auftragsvolumen bei ca. 2,4 Mio. Fachwerkgebäuden in Deutschland in den kommenden Jahren anwachsen wird.

Instandsetzung und Sanierung von Fachwerkfassaden sind aber nicht nur ein großer Markt, sondern stellen auch hohe Anforderungen an Planer und Architekten, Ingenieure und Wissenschaftler, Sachverständige und Gutachter, Restauratoren und Denkmalschützer und die ausführenden Fachunternehmer. Gemeinsam müssen alle Beteiligten bei Arbeiten an Fachwerkgebäuden unter anderem die gesetzlichen Anforderungen, die Bewertung des oft bauhistorisch wertvollen Ist-Zustandes und die Lösung der bauphysikalischen Probleme beherrschen.

Dieses Seminar hilft Ihnen die Zusammenhänge zwischen den Gewerken und die Gefahrenstellen am Fachwerk zu erkennen und darauf aufbauend Lösungsmöglichkeiten bei der Sanierung von Fachwerkgebäuden nach anerkannten Regeln der Technik (WTA-Merkblätter 8-1 bis 8-14) anzubieten. Das vermittelte Fachwissen lässt Sie kompetenter beraten und erleichtert Ihnen somit den Zugang zum Markt der energetischen Fachwerksanierung.

Einzelthemen

  • Grundlagen, Anforderungen, Regelwerke
  • Bestandsaufnahme und Sanierungsplanung
  • Anforderungen an Wärme-, Feuchte-, Schlagregen-, Schall-, Brandschutz
  • Materialien und Vorgehen
  • Unterschiede zwischen Sichtfachwerk und verkleidetes Fachwerk
  • Instandsetzung von Gefachen, Außenbekleidungen
  • Energetische Ertüchtigung: Außendämmung, Innendämmung
  • Beschichtungen auf Holzfachwerk und Gefachen
  • Gebrauchsanleitung für Fachwerkgebäude
  • Praxisbeispiele

Der Schwerpunkt der im Seminar behandelten Themen liegt auf der energetischen Qualität der fachwerktypischen Gebäudehülle. Aspekte der Anlagentechnik werden untergeordnet, u.a. auch in den vorgestellten Praxisbeispielen, exemplarisch behandelt.
Das Erkennen holzzerstörender Pilze, die erforderliche Holzinstandsetzung und die notwendigen Maßnahmen zum Holzschutz werden aufgrund des sehr umfangreichen Spezialfachgebietes nicht vertieft, sondern nur angesprochen.

 


REFERENT

Dipl.-Ing. Jürgen Gänßmantel

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