BAFA / KFW / DENA ANERKENNUNG

Aktuell

Ab 2020 sind Änderungen des dena-Regelhefts für die Registrierung in der dena-Energieeffizienz-Expertenliste veröffentlicht. Diese führen zu Änderungen in der Struktur unseres Fortbildungsprogramms haben werden.

Die wesentlichen Punkte der Neustrukturierung werden in der unten stehenden Datei dargestellt.

Die dena Energieeffizienz-Expertenliste

Um die Qualität bei Energieberatungen, hocheffizienten Sanierungen und Neubauten zu verbessern, wurde die Energieeffizienz-Expertenliste für die entsprechenden Förderprogramme des Bundes eingeführt. Durch einheitliche Qualifikationskriterien und den Nachweis einer regelmäßigen Fortbildung soll die Qualität von Energieberatungen (Förderung durch das BAFA) sowie der Planung und Baubegleitung  besonders effizienter Gebäude (Förderung durch die KfW-Bank) verbessert werden. Die Liste wird von der Deutschen Energie-Agentur (dena) betreut.

Es gibt folgende Eintragungskategorien:

  1. Energieberatung für Wohngebäude (BAFA)
  2. Energieeffizient Bauen und Sanieren - Wohngebäude (KfW)
  3. Energieeffizient Bauen und Sanieren - Nichtwohngebäude (KfW)
  4. Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen (BAFA)
  5. Energieeffizienzhaus Denkmal und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz - Wohn- und Nichtwohngebäude
  6. Energieberatung im Mittelstand (BAFA)

 

Zugangsvoraussetzungen zur Registrierung als Energieeffizienzexperte

Bitte beachten Sie, dass in den folgenden Abschnitten nur Standardregelungen beschrieben sind. Zu Ausnahmeregelungen für bestimmte Berufsgruppen (z.B. Sachverständige für Wärmeschutz) beachten Sie bitte die entsprechenden Hinweise in den Dokumenten der Fördermittelgeber.

Energieeffizienz-Experte für Wohngebäude

Für die Listung für die Bundesförderprogramme für Wohngebäude (Eintragungskategorien 1 und 2) benötigen die Absolventen eine entsprechende Grundqualifikation sowie davon abhängig einen bestimmten Umfang der Weiterbildung:

  • Personen mit einem nach § 21 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 EnEV berufsqualifizierendem Hochschulabschluss in den Fachrichtungen Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Technische Gebäudeausrüstung, Physik, Bauphysik, Maschinenbau oder Elektrotechnik oder einer anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einem Ausbildungsschwerpunkt in einem der oben genannten Gebiete benötigen eine Fortbildung im Umfang von 120 Unterrichtseinheiten.
  • Personen mit einem Hochschulabschluss der Fachrichtung Innenarchitektur sowie Handwerksmeister und Techniker benötigen eine Fortbildung im Umfang von 200 Unterrichtseinheiten.

Sonderregelung BAFA-Förderprogramm "Energieberatung für Wohngebäude"

  • Personen ohne Grundqualifikation nach § 21 Absatz 1 EnEV benötigen eine Fortbildung im Umfang von 200 Unterrichtseinheiten und können bei erfolgreicher Teilnahme an der Qualifikationsprüfung im BAFA-Förderprogramm "Energieberatung für Wohngebäude" registriert werden.  Diese Registrierung erfolgt durch das BAFA.
    Zudem ist bei zweijähriger Berufserfahrung die Listung als Energieeffizienz-Experte für die Kategorie "Energieberatung für Wohngebäude" möglich.

Die Registrierung für das Förderprogramm "Energieberatung für Wohngebäude" erfolgt durch das BAFA. Um in der Energieeffizienz-Expertenliste aufgenommen zu werden, muss der Energieberater mit der Weitergabe der Daten an die dena einverstanden sein und dort ein zusätzliches Registrierungsverfahren durchlaufen.

Energieeffizienz-Experte für Nicht-Wohngebäude

Bei der Listung für die Bundesförderprogramme für Nichtwohngebäude unterscheiden sich die Anforderungen für die Eintragungskategorien 3 und 4 erheblich.

Energieeffizient Bauen und Sanieren - Nichtwohngebäude (KfW)

  • Als Grundqualifikation benötigen Personen einen nach § 21 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 EnEV berufsqualifizierenden Hochschulabschluss in den Fachrichtungen Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Technische Gebäudeausrüstung, Physik, Bauphysik, Maschinenbau oder Elektrotechnik oder einer anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einem Ausbildungsschwerpunkt in einem der oben genannten Gebiete.
  • Die Weiterbildung für die Kategorie 3 umfasst eine Fortbildung im Umfang von 160 Unterrichtseinheiten. Davon können 80 UE aus einem Basismodul anerkannt werden, welches im Rahmen einer Weiterbildung zum Energieeffizienz-Experten für Wohngebäude absolviert wurde.

Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen (BAFA)

  • Als Grundqualifikation benötigen Personen einen nach § 21 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 EnEV berufsqualifizierenden Hochschulabschluss in den Fachrichtungen Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Technische Gebäudeausrüstung, Physik, Bauphysik, Maschinenbau oder Elektrotechnik oder einer anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einem Ausbildungsschwerpunkt in einem der oben genannten Gebiete.
  •  Die Weiterbildung für die Kategorie 4 umfasst eine Fortbildung im Umfang von mindestens 50 Unterrichtseinheiten zur Anwendung der DIN V 18599 für Nichtwohngebäude.
  • Eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit, bei der praxisbezogene Kenntnisse über die Energieberatung von Gebäuden erworben wurden, ist zusätzlich erforderlich.

Die Registrierung für dieses Förderprogramm erfolgt durch das BAFA. Um in der Energieeffizienz-Expertenliste aufgenommen zu werden, muss der Energieberater mit der Weitergabe der Daten an die dena einverstanden sein und dort ein zusätzliches Registrierungsverfahren durchlaufen.

Energieeffizienzhaus Denkmal und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz - Wohn- und Nichtwohngebäude

  • Als Grundqualifikation benötigen Personen mit einen nach § 21 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 EnEV berufsqualifizierendem Hochschulabschluss in den Fachrichtungen Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Technische Gebäudeausrüstung, Physik, Bauphysik, Maschinenbau oder Elektrotechnik oder einer anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einem Ausbildungsschwerpunkt in einem der oben genannten Gebiete.
  • Die Grundqualifikation kann auch nachgewiesen werden von
    - Personen, die für ein zulassungspflichtiges Bau-, Ausbau- oder anlagentechnisches Gewerbe oder für das Schornsteinfegerwesen die Voraussetzungen zur Eintragung in die Handwerksrolle erfüllen;
    - Handwerksmeistern der zulassungsfreien Bau-, Ausbau- oder anlagentechnischen Handwerke;
    - staatlich anerkannten oder geprüftenTechnikern, deren Ausbildungsschwerpunkt auch die Beurteilung der Gebäudehülle, von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen oder von Lüftungs- und Klimaanlagen umfasst.
  • Abhängig von der nachgewiesenen Ausstellungsberechtigung wird die Anerkennung entspre-chend § 21 Abs. 1 EnEV für Wohn- und Nichtwohngebäude erteilt bzw. entsprechend be- schränkt.
  • Es ist in der Regel eine  Basisweiterbildung im Umfang von 76 Unterrichtseinheiten und eine vertiefende Weiterbildung im Umfang von 80 UE erforderlich. Als Basisweiterbildung von 76 UE  kann zum Beispiel eine erfolgreiche Weiterbildung für die Kategorien Wohngebäude oder Nichtwohngebäude anerkannt werden. Die Inhalte der vertiefenden Weiterbildung sind in einem Leitfaden zur Fortbildung beschrieben.

Für die Kategorie 5 „KfW-Effizienzhaus Denkmal sowie Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz - Wohn- und Nichtwohngebäude“ obliegt die Eintragung der WTA (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege GmbH). Die WTA teilt der dena mit, wenn die Prüfung erfolgreich abgeschlossen wurde und übermittelt der dena zudem die unterschriebene Erklärung auf Eintragung in die Expertenliste.

Energieberatung Mittelstand

  • Als Grundqualifikation benötigen Personen einen nach § 21 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 EnEV berufsqualifizierenden Hochschulabschluss in den Fachrichtungen Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Technische Gebäudeausrüstung, Physik, Bauphysik, Maschinenbau oder Elektrotechnik oder einer anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einem Ausbildungsschwerpunkt in einem der oben genannten Gebiete.
  • Die Grundqualifikation kann auch nachgewiesen werden von
    - Personen, die für ein zulassungspflichtiges Bau-, Ausbau- oder anlagentechnisches Gewerbe oder für das Schornsteinfegerwesen die Voraussetzungen zur Eintragung in die Handwerksrolle erfüllen;
    - Handwerksmeistern der zulassungsfreien Bau-, Ausbau- oder anlagentechnischen Handwerke;
    - staatlich anerkannten oder geprüftenTechnikern, deren Ausbildungsschwerpunkt auch die Beurteilung der Gebäudehülle, von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen oder von Lüftungs- und Klimaanlagen umfasst.
  • Die Weiterbildung für die Kategorie 6 umfasst eine Fortbildung im Umfang von 80 Unterrichtseinheiten.
  • Für Energieberater, die bereits in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes für das Förderprogramm Nichtwohngebäude der KfW gelistet sind, ist eine Fortbildungen mit insgesamt 16 UE aus den Themengebiete DIN EN 16247-1 – Energieaudits und Anlagentechnik, Querschnittstechnologien / Erneuerbare Energien ausreichend.
  • Eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit, bei der praxisbezogene Kenntnisse über die  betriebliche Energieberatung erworben wurden, ist zusätzlich erforderlich.

Studienprogramme zur Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste

Als Weiterbildungsangebote für die verschiedenen Kategorien der Expertenliste bieten wir an:

  • Energieeffizienz-Experte Wohngebäude 120 UE
  • Energieeffizienz-Experte Wohngebäude 200 UE
  • Energieeffizienzexperte Nichtwohngebäude Vertiefung 80 UE
  • Energieeffizienzexperte kommunale Nichtwohngebäude Vertiefung 50 UE
  • Energieberatung für Baudenkmale 80 UE
  • Energieberatung Mittelstand (BAFA) 80 UE
  • Energieauditor 32 UE

Eine Übersicht über das Angebot finden Sie unter Studienprogramme & Seminare


Regelmäßige Fortbildung für Energieeffizienz-Experten / Energieberater

Alle Fachleute, die in der Experten-Datenbank der dena gelistet sind, sind zu einer regelmäßigen Weiterbildung im Bereich energieeffizientes Bauen und Sanieren verpflichtet. Wir bieten dazu  verschiedene Tagesseminare an.

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